ALLGEMEIN

4.Bedingung – Die Wahrhaftigkeit (as-Sidq), welche die Lüge ausschließt.

Eyad Hadrous 30. Dezember 2019


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Die Gelehrten haben anhand der Quellen aus dem Qurʾān und der Sunnah herleiten können, dass das Bekenntnis ‚Es gibt keinen Gott außer Allāh‘ nur unter sieben Bedingungen angenommen wird:

Die vierte Bedingung: Die Wahrhaftigkeit (Sidq), welche die Lüge ausschließt.

Der Diener muss dieses Wort wahrhaftig mit seinem Herzen aussprechen. Wahrhaftigkeit bedeutet, dass das Herz mit der Zunge hierüber übereinstimmt. Allāh, der Erhabene, tadelt deshalb die Heuchler mit den Worten:

 „Wenn die Heuchler zu dir kommen, sagen sie: ‚Wir bezeugen, dass du wahrlich Allāhs Gesandter bist‘. Allāh weiß, dass du fürwahr Sein Gesandter bist; doch Allāh bezeugt, dass die Heuchler wahrlich lügen.“ [al-Munāfiqūn 63:1]

Allāh hat sie der Lüge bezichtigt, denn das was sie behaupteten, war nicht in ihren Herzen vorhanden. Der Gepriesene spricht des Weiteren:

 „Alif-Lām-Mīm. Meinen die Menschen, dass sie in Ruhe gelassen werden, (nur) weil sie sagen: ‚Wir glauben‘, ohne dass sie geprüft werden? Wir haben bereits diejenigen vor ihnen geprüft. Allāh wird ganz gewiss diejenigen kennen, die die Wahrheit sprechen, und Er wird ganz gewiss die Lügner kennen.“  [al-ʿAnkabūt 29:1-3]

In beiden Ṣaḥīḥ-Werken wird von Muʿādh ibn Dschabal, radiyallāhu ʿanhu, überliefert, dass der Prophet, sallallāhu ʿalayhi wa sallam, sagte:

„Es gibt niemanden, der wahrhaftig mit seinem Herzen bezeugt, dass es keinen Gott außer Allāh gibt und dass Muḥammad Sein Diener ist, außer dass Allāh ihn vor der Hölle bewahren wird.“  

[al-Buchārī, Nr. 128; Muslim, Nr. 32]

[Scheich ʿAbdurrazzāq al-Badr, Die Schlüssel des Guten]