Das Streben nach Wissen

Das Erlernen einer ʿAqidah, die nicht der ʿAqidah der Salaf as-Sālih entspricht

(Frage Nr. 1) – Dem ehrenwerten Scheich raḥimahullāh wurde folgende Frage gestellt:

“Sind Islamstudenten (ṭulāb al-ʿilm) davon entschuldigt, wenn sie die ʿAqīdah (Glaubenslehre) einer Rechtsschule erlernen, die nicht die ʿAqida der rechtschaffenen Altvordern (as-salaf as-ṣāliḥ) ist und sie sich damit zu entschuldigen versuchen, dass der Gelehrte oder Imām soundso ja diese ʿAqidah selbst verinnerliche?”

Der ehrenwerte Scheich antwortete mit seinen Worten: „Die Person kann dadurch nicht entschuldigt werden, sobald ihn die Wahrheit erreicht hat. Es ist nämlich seine Pflicht die Wahrheit zu befolgen und da spielt es keine Rolle, wo immer sich diese auch befindet; und, dass solange danach sucht bis ihm die Wahrheit klar und deutlich erkennbar wird. Die Wahrheit wird – wobei alles Lob Allāh gebührt – leuchtend und klar für denjenigen, dessen Absicht reinigt und seinen Manhadsch (Methodologie) verbessert, so sagt Allāh, der Allmächtige und Glorreiche, in Seinem Buch:

„Und Wir haben den Qurʾān ja leicht zum Bedenken gemacht. Aber gibt es jemanden, der bedenkt?” [Qurʾān 54:17]                                           

Einige Leute haben nun mal, so wie der fragende Bruder bereits erwähnte, Anhänger und Verehrer, welche nicht im Geringsten dazu bereit sind, ihre Ansichten zu ändern und dies obwohl man sie fast damit durchlöchert hat, dass ihre Ansicht entweder schwach oder falsch sind. Jedoch gibt es den Fanatismus (Engstirnigkeit) und die eigenen Neigungen, welche sie dazu verleiten, ihrem Führer (Imām, Gelehrte) zuzustimmen, obwohl ihnen selbst bereits die Rechtleitung klar wurde.“

[Muḥammad ibn Ṣāliḥ al-ʿUthaimīn raḥimahullāh, Kitāb al-ʿIlm]