Die Klage zu Allāh

16. März 2025 /

Schaykh al-Islām Ibn Taimiyya (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte:

„Die Muslime sind sich einig, dass es dem Muslim erlaubt ist, sich bei Allāh über das Leid zu beklagen, das ihn getroffen hat. Allāh, erhaben ist Er, hat dies in Seinem Buch befohlen und diejenigen getadelt, die es nicht tun. So sagte Allāh, der Erhabene: „Da erfassten Wir sie mit Not und Leid, auf dass sie (demütig) flehen mögen.“ (6:42)

Und Allāh sagte: „Aber Wir ergriffen sie mit der Strafe, und doch unterwarfen sie sich nicht ihrem Herrn, und sie demütigten sich nicht.“ (23:76)

Und Allāh sagte: „Ruft euren Herrn in Demut und im Verborgenen an. Gewiss, Er liebt die Übertreter nicht.“ (7:55)

In den authentischen Überlieferungen vom Propheten (Allāhs Segen und Frieden seien auf ihm) wird berichtet, dass er in seinem Bittgebet sagte: „O Allāh, ich suche Zuflucht bei Dir vor der Härte der Prüfung, dem Erreichen des Unglücks, dem schlechten Schicksal und der Schadenfreude der Feinde.“

Und ebenfalls in einer authentischen Überlieferung sagte er: „O Allāh, ich suche Zuflucht bei Dir vor dem Verlust Deiner Gnade, der Veränderung Deines Wohlbefindens, Deiner plötzlichen Strafe und all Deinem Zorn.“

Weiterhin wird überliefert, dass der Prophet (Allāhs Segen und Frieden seien auf ihm) kein Bittgebet sprach, ohne es mit folgendem Vers abzuschließen: „Unser Herr, gib uns im Diesseits Gutes und im Jenseits Gutes und bewahre uns vor der Strafe des Feuers!“ (2:201)

Der Prophet (Allāhs Segen und Frieden seien auf ihm) wies al-ʿAbbās und andere an, Allāh um Wohlbefinden im Diesseits und im Jenseits zu bitten. Er lehrte einen Mann, in seinem Bittgebet zu sagen: „O Allāh, vergib mir, erbarme Dich meiner, leite mich recht, schenke mir Gesundheit und versorge mich.“

Und Ähnliches wird vielfach überliefert.

Ein Diener, der sich bei seinem Herrn über das ihn treffende Leid beklagt und Ihn bittet, es zu beseitigen, wird dafür nicht getadelt – darin sind sich die Muslime einig. Denn die Klage zu Allāh widerspricht nicht der Geduld.“ (Aus dem Buch Dschāmiʿ al-Masāʾil von Ibn Taimiyya, Nr. 4/72-73)

[ʿAbdurrazzāq al-Badr, https://al-badr.net/muqolat/6005]