Suche
Der Nutzen des Rezitierens des Korans (Qurʾāns)
Er sagte:
Ich sehe den Nutzen des Lesens des Korans (Qurʾān) darin, über den Koran nachzudenken, aus ihm zu lernen und nach ihm zu handeln. Du hast also ein größeres Anrecht auf den Koran (Qurʾāns) als sie, weil du, wie du sagst, nach ihm handelst. Es ist bekannt, dass jemand, der den Koran (Qurʾāns) gut lesen kann, aber nicht nach ihm handelt, jenen gleicht, über die Allah gesagt hat:
"Das Gleichnis derjenigen, denen die Tora auferlegt wurde, die sie aber hierauf doch nicht getragen haben, ist das eines Esels, der Bücher trägt." (62:5)
Der Träger ist schlecht, aber das Getragene ist gut. Wenn sie also so etwas zu dir sagen, dann antworte ihnen: "Und ihr, wenn ihr wahrhaftige Leute des Korans wärt, würdet ihr danach handeln." Eure Abwendung vom Koran, obwohl Allah ihn euch anvertraut hat, ist schlimmer, als wenn ihr ihn gar nicht erst tragt.
Was dich betrifft: Wenn du den Koran (Qurʾān) liest und dabei ins Stocken gerätst, weil es dir schwerfällt, dann hast du den doppelten Lohn. Denn der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte:
"Wer den Koran (Qurʾān) liest und sich dabei schwer tut, für den gibt es doppelten Lohn."
Deshalb sollst du nicht verzweifeln, sondern es immer wieder versuchen. Und wisse, dass es nicht notwendig ist, den Koran (Qurʾān) mit Tajwīd (der Kunst des korrekten Rezitierens) zu lesen. Wichtig ist, dass du die Wörter und Buchstaben entsprechend der schriftlichen Zeichen richtig aussprichst – also nicht das mit "Dammah" gezeichnete als "Fatha" liest oder umgekehrt.
Folge der schriftlichen Darstellung, ob mit oder ohne Tajwīd . Denn Tajwīd dient lediglich der Verschönerung des Vortragens, und diese ist keine Pflicht, sondern eine Vollkommenheit der Rezitation. Daher ist es nicht schlimm, wenn du den Koran (Qurʾān) ohne Tajwīd liest – solange du auf die korrekte Zeichensetzung achtest.
[Muhammad ibn Sālih al-ʿUthaymīn, Fatāwā Nūr ʿalā ad-Darb, Kassette Nr. 196, https://sounds.binothaimeen.net/storage/uploads/ftawamp3/Lw_196_06.mp3]